Sicherheit im Netz

Wie schütze ich mich im Internet, ohne dabei in Gefahr zu geraten? Wobei man im Umgang mit Medien wie Handy und Co. achten muss, erklärte Frau Meckling von der Polizei Oranienburg vier Klassen der Exin-Oberschule am 2. und 4. September 2026. Warum Prävention so wichtig ist, führte die Polizistin mit dem Spiel „Der Wind weht für alle, die …“ gleich zu Beginn vor Augen. Jeder, unabhängig von Alter und Geschlecht, kann von Straftaten im Internet betroffen sein. Um dem entgegenzuwirken, wurden viele Tipps gegeben z.B. sollte man nie allen Informationen im Netz glauben und stets skeptisch sein. Besonders Fotos – egal, ob als Profilbild bei WhatsApp oder im Status, können leicht bearbeitet werden und für unschöne Zwecke verwendet werden. So kann der Erhalt oder das Versenden von intimen Fotos folgenschwere Konsequenzen für die betroffene Person mit sich bringen. Die Polizistin warnte die Jugendlichen ausdrücklich vor TikTok Challenges, die auf den ersten Blick vielleicht cool erscheinen, aber in einigen Fällen bereits tödlich endeten. „Macht so etwas nicht!“
Gewaltverherrlichung in sozialen Medien ist ein weit verbreitetes Phänomen. Doch nur die Wenigsten wissen, dass allein das Weiterleiten solcher Videos eine Straftat darstellt. Den Schülern wurde auch erklärt, dass sie niemals ihren echten Namen sowie Alter oder Hobbys für einen Profilnamen nutzen sollten. Private Informationen sind eine Einladung für Pädophile, die auf verschiedensten Plattformen Kontakt zu Jugendlichen suchen. Viele Schüler/innen wissen aus eigener Erfahrung, dass sie in Online-Spielen Aggressionen entwickeln, die sie oft nicht mehr unter Kontrolle haben. Daher ist eine begrenzte Bildschirmzeit von 1-1,5 Stunden laut Frau Meckling empfehlenswert. Gleichzeitig steigt auch die Konzentration, die bei Schülern, die regelmäßig kurze Videoclips sehen, gerade einmal 3 Minuten umfasst.
Im zweiten Teil der Präventionsveranstaltung wurden Erklärvideos zum Urheberrecht, zur Verwendung von verfassungswidrigen Kennzeichen und zur Verbreitung pornografischer Inhalt gezeigt. Im Fall von Cybermobbing sei es das Wichtigste, sich Hilfe zu suchen, z.B. bei Eltern, Lehrern oder Sozialarbeitern. Die Hemmschwelle ist im Internet besonders niedrig, da Täter anonym handeln können und sich im Sicheren wiegen. Auch vor Cybergrooming sei gewarnt. Hierbei versuchen Erwachsene Kontakt zu Minderjährigen über das Internet zu suchen, indem sie zunächst das Vertrauen des Opfers für sich gewinnen und schließlich freizügige Fotos oder Videos als Druckmittel fordern. In diesem Zusammenhang wurde der Online-Service namens „Take it down“ empfohlen, um intime Bilder aus dem Internet zu entfernen. Zusammenfassend wurde folgender Appell an die Schüler/innen gerichtet: „Mach dein Handy nicht zur Waffe!“, denn jeder kann bei unüberlegten und leichtsinnigen Handlungen im Netz zum Täter und zum Opfer werden.
Wir bedanken uns herzlich bei Frau Meckling für die sehr informative und aufschlussreiche Veranstaltung!
Vanessa Dietrich, Lehrerin Exin-Oberschule





